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4 Schritte, wie Sie positiv zum finanziellen Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter*innen beitragen können

Nov 9, 2020

Vielen Arbeitgebern*innen ist bewusst, dass sich das Wohlbefinden von Mitarbeitern*innen sowohl positiv als auch negativ auf den Erfolg eines Unternehmens auswirken kann. Folglich lässt sich beobachten, dass Arbeitgeber*innen ihren Mitarbeitern*innen unterschiedlichste Mitarbeiter Benefit Programme und Produkte, die zur Stärkung des körperlichen und geistigen Wohlbefinden beitragen sollen, anbieten. In diesem Zusammenhang erfreuen sich Mitarbeiterbenefits hoher Beliebtheit. Laut einem Glassdoor Artikel reichen diese von Mitgliedschaften im Fitnessstudio, bis hin zu ausgefallenen Ideen wie dem “New friends Versprechen” von SoundCloud, bei dem neue Mitarbeiter beim Wohnortwechsel nach Berlin und anschließender Eingewöhnung auf die Unterstützung von Kollegen*innen zählen können.

Ein wesentlicher Bestandteil des Wohlbefindens, von Mitarbeitern*innen, ist die finanzielle Komponente. Diese wird von vielen Unternehmen noch immer außer Acht gelassen, gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung da finanzieller Stress in Deutschland weiter zunimmt. Was finanzielles Wohlbefinden eigentlich ist und wie Sie als Arbeitgeber*in positiv dazu beitragen können, zeigen wir Ihnen hier in 4 Schritten.

Was ist finanzielles Wohlbefinden und warum ist es wichtig?

Laut einer umfangreichen Gallup-Studie (eines der führenden Markt- und Meinungsforschungsinstitute), an der Mitarbeiter*innen aus mehr als 150 Ländern zum Thema “Wohlbefinden” teilgenommen haben, zählt finanzielles Wohlbefinden zu den fünf Kernelementen von allgemeinem Wohlbefinden.

Laut Tom Rath und Jim Harter, den zwei führenden Wissenschaftlern hinter der besagten Gallup- Studie, lässt sich finanzielles Wohlbefinden, wie folgt definieren: „effektive Handhabung aller Ausgaben”
und umfasst folgende Bereiche:

  • Finanziell darauf vorbereitet zu sein, Engpässe zu überkommen,
  • Nicht über seine Verhältnisse zu leben,
  • Zugang zu Informationen, um bestmögliche finanzielle Entscheidungen treffen zu können
  • Und einen finanziellen Plan für die Zukunft zu haben.

Ist dieses finanzielle Wohlbefinden nicht gegeben, dann führt das schnell zu finanziellem Stress.

Wie die Grafik zeigt, waren im Oktober 2019, 6,9 Millionen Bürger*innen der Bundesrepublik Deutschland überschuldet. Zudem haben im vergangenen Jahr mehr als 580.000 Menschen Hilfe von Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen in Anspruch genommen. In Deutschland ist finanzieller Stress somit keine Seltenheit.

Ein Teil dieser finanziell gestressten Bevölkerung nimmt diese Sorgen auch mit in das Arbeitsleben, was sich natürlich auch hier bemerkbar machen kann. Wie Sie als Arbeitgeber*in finanziellen Stress entgegenwirken können und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz steigern können, lesen Sie hier.

4 Schritte finanzielles Wohlbefinden in Ihrem Unternehmen zu etablieren

Die gute Nachricht vorab – man kann diesem Problem entgegenwirken. Hierzu haben wir 4 Schritte zusammengefasst, wie Sie in Ihrem Unternehmen finanzielles Wohlbefinden unter Ihren Mitarbeitern*innen stärken können.

Schritt 1 – Wie gut kennen Sie Ihre Mitarbeiter*innen?

Finanzielles Wohlbefinden hängt von verschiedenen individuellen Faktoren und äußeren Gegebenheiten ab. Somit kann man sich hierbei auf keinen Fall einer allgemeingültigen oder standardisierten Lösung bedienen. Zunächst ist es wichtig sich mit seinen Mitarbeiter*innen zu diesem Thema auszutauschen und mehr zu möglichen Problem zu erfahren. Hierfür eigenen sich unter anderem Mitarbeiterumfragen oder proaktive Angebote, wie eine Art Sprechstunde , um mehr über die Situation und den zugrundeliegenden Problemen herauszufinden. Folglich wird der Grundstein für potenzielle Lösungen gelegt.

Schritt 2 – Finanzielle Bildung schaffen

In Deutschland geben 51 % der Bevölkerung an, dass ihnen elementares Finanzwissen fehlt. Dabei ist deutlich zu erkennen, dass es um die Vermittlung finanzieller Grundbildung in Deutschland schlecht bestellt ist. Angefangen von Themen wie der Geldanlage über die Auswahl von Versicherungen bis hin zum Umgang mit Krediten, werden im deutschen Bildungssystem nur sehr wenig und wenn oberflächlich thematisiert. Bundesweit gibt es oftmals keinen eigenständigen Wirtschaftsunterricht. Stattdessen wird dieser in zusammengelegten Fächern wie Sozialkunde integriert. Da es bei der finanziellen Bildung vor allem um lebenspraktische Fragen geht, kann ein Wissensdefizit unter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit problematisch sein. Aktuell hängt die Erfahrung und Wissen im Umgang mit Geld in erster Linie stark von der Erziehung und Bildung im eigenen Elternhaus ab. Die Meta-Studie von Kaiser & Menkhoff zeigt positive und statistisch signifikante Ergebnisse für Maßnahmen finanzieller Bildung auf. Das Schließen solcher Wissenslücken hat somit eine große Bedeutung, wenn es darum geht finanzielles Wohlbefinden zu schaffen und finanziellen Stress zu reduzieren.

Ihren Mitarbeitern*innen finanzielle Aufklärung und Bildung anzubieten ist demnach eine der einflussreichsten und nachhaltigsten Maßnahmen, um finanzielles Wohlbefinden zu sichern.

Schritt 3 – Flexible Lohnauszahlung

In Deutschland geben 33% der Bevölkerung an über keinerlei Ersparnisse zu verfügen. Nach oben beschriebener Definition von finanziellem Wohlbefinden von Tom Rath und Jim Harter ist das ein Zeichen dafür, dass hier ein grundsätzliches Problem vorliegt. Zu Recht, denn wenn sich Mitarbeiter*innen in Situationen befinden, in denen sie mit unvorhergesehen Kosten konfrontiert werden und dafür keinerlei Ersparnisse haben, entsteht schnell finanzieller Stress. Oftmals fehlen Mitarbeiter*innen günstige Alternativen zur Liquiditätsbeschaffung, um solche Kosten decken zu können. Folglich weichen die Betroffenen häufig auf stark überteuerte Dispositionskredite aus bei denen durchschnittlich 8-9% Zinsen fällig werden. Derartige Kredite haben den Banken in Deutschland laut Bundesbank ein Dispo- und Überziehungskrediten Volumen von rund 31 Milliarden EUR in 2019 beschert.

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, können Sie als Arbeitgeber*in Ihre Mitarbeiter*innen unterstützen, indem Sie diesen beispielsweise eine flexible Lohnauszahlung ermöglichen. Durch eine flexible Lohnauszahlung können Mitarbeiter*innen auf einen Teil ihres bereits verdienten Lohnes bereits während des laufenden Monats zugreifen und müssen somit keine Rechnungen aufschieben oder überteuerte Überziehungskredite in Anspruch nehmen.

Aus unternehmerischer Sicht ist das natürlich ein hoher administrativer, manueller Aufwand. Hierfür haben wir jedoch gute Nachrichten. LaraPay hat sich dieser Herausforderung angenommen und stellt Ihren Mitarbeitern*innen sowohl einen flexiblen Lohnvorbezug als auch finanzielle Bildung zur Verfügung, sodass für Sie kein entscheidender Arbeitsmehraufwand entsteht

LaraPay process

Schritt 4 – Entstigmatisierung des Themas

Geld ist ein großes Tabuthema in Deutschland, über das häufig nicht gesprochen wird. Gemäß einer Studie der YouGov sprechen beispielsweise rund 70 Prozent der Deutschen weder mit ihren Eltern noch Freunden über das Thema Gehalt. Rund 40 Prozent besprechen dies nicht einmal mit ihrem/r Lebenspartner*in. Doch das Schweigen bringt auch Nachteile mit sich, denn vielen entgehen nützliche Informationen. Fakt ist, wer offen über Geld und finanziellen Stress spricht, lernt dabei hilfreiche Tipps und Trick, wie man mit seinen Finanzen besser umgeht.

Eine Entstigmatisierung des Themas am Arbeitsplatz löst finanziellen Stress für Arbeitnehmer*innen.

Aus Unternehmenssicht hilft es schon eine*n Ansprechpartner*in im Unternehmen zu bestimmen, die bei Fragen von Mitarbeitern zu Gehalt, finanziellem Stress oder allgemeinen Mitarbeiter Benefits als Ansprechpartner genutzt werden kann. Zusätzlich sollten finanzielle Themen wie Zuschüsse (z.B. Arbeitnehmersparzulagen) transparent und einheitlich kommuniziert werden. Mitarbeiter*innen sollte es ermöglicht werden, ohne Schamgefühl oder Angst mit dem*r Arbeitgeber*in über finanzielle Themen und Engpässe sprechen zu können.

Bei der Etablierung von finanziellem Wohlbefinden unterstützt Sie LaraPay gerne. Jetzt mehr erfahren und einen Democall buchen!

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