Verdeckte Personalkosten: Was kosten finanziell gestresste Mitarbeiter*innen?

Sep 2, 2020

Unternehmen durchleben einen massiven Kulturwandel auf den Ebenen Technologie, Struktur und Mensch. Das spiegelt sich auch in der Beziehung zwischen Arbeitnehmer*in und Arbeitgeber*in wieder. Hierbei wird schnell klar, dass dem Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen immer mehr Beachtung geschenkt wird, wenn es darum geht die Arbeitgebermarke zu stärken und verdeckte Personalkosten einzusparen.

Das Wohlbefinden des Mitarbeitenden senkt nachweislich die Personalkosten

Gesteigertes Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen kann in jedem Unternehmen effektiv verdeckte Personalkosten einsparen. Eine umfangreiche Studie der Universität Oxford zeigte über einen Zeitraum von 6 Monaten, dass Call-Center Mitarbeiter*innen nachweislich umso produktiver waren, je höher deren Wohlbefinden war.

Zudem hat das Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen auch Einfluss auf die Fluktuationsrate und den daraus entstehenden Kosten für die neue Personalbesetzung. Vergleicht man beispielsweise das Gastgewerbe mit einer durchschnittlichen Fluktuationsrate von 69% mit dem deutschen Durchschnittswert 2017 von 32,8% gemäß Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) regelmäßig auswertet, wird schnell ersichtlich, dass das Einsparpotenzial immens ist. Eine Gallup Studie bestätigt außerdem, dass hoch engagierte Geschäftseinheiten bis zu 41% geringere Krankheitsstände aufweisen und bis zu 21% mehr Rentabilität nachweisen. Initiative zu zeigen, um das Mitarbeiterwohlbefinden zu steigern, zahlt sich also aus!

Finanzielle Gesundheit wird bislang in Deutschland unterschätzt

Ein weit verbreitetes Problem in Deutschland findet bisher jedoch kaum Anklang bei Mitarbeitervorteilprogrammen: finanzieller Stress! Dieser kann erhebliche Auswirkungen auf die Mitarbeiter*innen eines Unternehmens haben. Die Auswirkungen von finanziellem Stress sind vielfältig aber viele Arbeitgeber*innen sind sich dessen noch nicht bewusst. Laut einer Studie von PWC gaben fast 50% der Befragten an, dass finanzielle Sorgen der größte Stressfaktor in ihrem Leben ist. Außerdem gaben 48% an, dass ihre finanziellen Sorgen sie bei der Arbeit beeinträchtigen. Finanzieller Stress resultiert hauptsächlich aus Mangel an preiswerten Alternativen zur Liquiditätsbeschaffung. Immer wieder müssen Arbeitnehmer bei unvorhersehbaren Kosten auf teure Liquiditätsbeschaffung, wie den Überziehungskredit, zurückgreifen.

Finanzieller Stress kann in einem Unternehmen jedes Jahr einen Verlust von über 4.000 EUR pro Mitarbeiter*in verursachen. Jede negative Veränderung der finanziellen Stabilität wirkt sich unmittelbar auf den Erfolg eines Unternehmens aus und führt unter anderem zu:

  1. Produktivitätsverlust
  2. Mehr Krankheitstagen 
  3. Höhere Fluktuation 

Wenn Sie mehr über die verdeckten Personalkosten für Arbeitgeber*innen durch finanziellen Stress lernen wollen, haben wir Ihnen ein White Paper zum Herunterladen erstellt:

1. Produktivitätsverlust

Bricht man die verdeckten Personalkosten für den Produktivitätsverlust auf das Jahr herunter, errechnet sich ein Betrag von ca. 1.700 EUR pro Mitarbeiter: hierbei wird mit einem bundesdeutschen Durchschnittsgehalt (Arbeitgeberbrutto) für den Bereich „Rezeption“ in Höhe von 2.507,40 EUR  gerechnet. Nach Oberndorfer wird mit einem durchschnittlichen Produktivitätsverlust von 12% gerechnet und führt zu genannten jährlichen Kosten für das Unternehmen.

2. Krankheitstage

Finanziell gestresste Mitarbeiter*innen fehlen durchschnittlich 2,9 Tage pro Jahr mehr als nicht gestresste Mittarbeiter*innen. Die erhöhte Anzahl an Krankheitstagen verursacht Kosten in Höhe von knapp 350 EUR.

3. Fluktuation

Gesamt liegt die jährliche Durchschnittsfluktuation in deutschen Unternehmen bei 32,8%, wobei Maßnahmen, die zur finanziellen Stabilität beitragen, eine Minderung der Fluktuationsrate von bis zu 16% nachweisen können. So kann man auf eine stressbedingte Fluktuationsrate von knapp 5,3% schließen. Berechnet man basierend auf den Kosten, die pro Fluktuation anfallen (ca. 43.000,00 EUR) nun die Kosten für ein Unternehmen, kann man auf ca. 2.200,00 EUR schließen, die ein Unternehmen tragen muss bedingt durch unnötigen finanziellen Stress der Mitarbeiter*innen. 

Wie hoch sind die verdeckten Personalkosten in Ihrem Unternehmen? Berechnen Sie es ganz einfach und schnell mit unserem Rechner.

Jetzt präventiv gegen versteckte Kosten in Ihrem Unternehmen vorgehen

Wie zuvor beschrieben, steigern Maßnahmen zur finanziellen Stabilität das Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen und tragen so zur effektiven Kostensenkung bei. Eine Studie von Hastee, einem Anbieter zur finanziellen Stabilität aus England, zeigt deutlich, dass finanzieller Stress zunimmt und 74% der Mitarbeiter*innen von finanziellem Stress und den Auswirkungen betroffen sind.

Diesem Problem möchte LaraPay in Deutschland seit Mai 2020 entgegenwirken.

LaraPay ist ein vollumfängliches Tool, das Mitarbeiter*innen befähigt finanziell unabhängig zu sein. In Kooperation mit Ihnen als Arbeitgeber*in, bietet LaraPay seinen Nutzern*innen eine Lohnvorauszahlung, finanzielle Bildung und eine Sparmöglichkeit ganz leicht per App an. Somit ist der/die Arbeitnehmer*in nicht mehr auf teure Liquiditätsbeschaffung angewiesen und kann die unnötige Schuldenfalle durchbrechen. Des Weiteren bietet LaraPay die Möglichkeit finanzielles Wissen zu erlangen, sowie die Chance sich einen Puffer anzusparen.

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